Auch wenn es an vielen Ecken des Kontinents anders aussieht: Europa hat noch ziemlich wilde Ecken. Beweise gefällig? Dann empfehlen wir eine Reise ins Baltikum. Denn im kleinen Estland hat sich bis heute eine große Wildnis erhalten – Bären, Elche und andere wilde Tiere inklusive. Und die lassen sich sogar beobachten.
Es gibt wenige Orte in Europa, an denen der Kontinent sich so urtümlich zeigt wie in Estland. Mit seinen dichten, fast schon unheimlichen Wäldern und seinen mystischen Moorlandschaften ist der kleine Staat im Baltikum die Heimat zahlreicher Tierarten, die anderswo in Europa schon lange verschwunden sind: Braunbären, Luchse, Wölfe, seltene Vögel und sogar Flughörnchen leben in der nahezu unberührten Natur. Gepaart mit der hervorragenden Wasser- und Luftqualität ist das Land als Reiseziel wie gemacht für Naturliebhaber und Ruhesuchende, die dem ermüdenden Alltag der Zivilisation entkommen wollen. Und sei es nur auf Zeit. Wir stellen die Tiere Estlands genauer vor.
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Bären beobachten in Estland
Estland hat, was wenige andere Länder in Europa vorweisen können: eine beachtliche Braunbärenpopulation. Rund 1.000 der gefährlichen, flauschigen Raubtiere leben in den weiten Wäldern des Landes. Eines der bekanntesten Wildlife-Gebiete liegt im Nordosten, in Alutaguse. In eigens zu diesem Zweck aufgestellten Beobachtungshütten können David-Attenborough-Fans die Magie der Nacht in Estland erleben und mit etwas Glück einen Blick auf einen Braunbären erhaschen, wenn die Dämmerung eintritt.

Das Erlebnis ist dabei mehr als die eigentliche Bärensichtung: das Singen der Vögel im Wald, die Melodie des Windes, der durch die Bäume rauscht, das sanfte Licht der aufgehenden Sonne, das sich durch die dicht stehenden Bäume stiehlt. All das macht den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Damit das so bleibt, sollten Besucher eine Regel strikt befolgen: niemals die Hütte verlassen. Durch ihren hervorragenden Geruchssinn und ihr Gehör würden die Bären das sofort merken und sich vielleicht nicht blicken lassen. Doch die Regel dient auch der eigenen Sicherheit. Denn die Natur in Estland ist wild.





