Zwischen Eisacktal und Pustertal liegt eine Region, die alles hat, wofür man Südtirol liebt – Dolomitenblick, Almen, Genuss, gelebte Tradition. Nur ohne den Trubel, der anderswo dazugehört.
Die letzte Kurve bergauf nach Meransen oder Vals, das Auto rollt aus, die Tür geht auf – und das Erste, was auffällt, ist das, was fehlt. Keine Reisebusse, die sich aneinanderreihen. Keine Schlangen vor der Seilbahn. Stattdessen Wiesen, die im Spätsommerlicht golden leuchten, eine Bank am Wegrand, ein Glockenton aus dem Tal.

Acht Ortschaften liegen hier am Eingang des Pustertals, nur einen kurzen Abstecher von der Brennerautobahn entfernt. Nah genug für eine entspannte Anreise. Und doch weit genug, um anzukommen.
Gitschberg Jochtal: 37 Almen und Südtirol ohne den Trubel
Gitschberg Jochtal ist Südtirol in konzentrierter Form: Dolomitenpanorama, eines der größten zusammenhängenden Almgebiete Europas zwischen 1.500 und 2.200 Metern, über 37 bewirtschaftete Almen, Gastgeberfamilien in der dritten und vierten Generation. Was die Region auszeichnet, ist nicht das Mehr, sondern das Echte. Hier wird nicht für die Kamera gekocht, sondern für den Gast.

Das Ergebnis ist eine Atmosphäre, in der man tatsächlich tut, was man sich für den Urlaub vornimmt: weniger reden, mehr schauen. Weniger planen, mehr da sein.
Rodenecker-Lüsner Alm und Fane Alm: längste Hochalm, schönstes Almdorf Südtirols
Auf der Rodenecker-Lüsner Alm, der längsten Hochalm Südtirols, verläuft das Wandern fast meditativ. Breite, sanfte Wege ziehen über das Plateau, der Blick reicht über mehr als 500 Berggipfel – von den Dolomiten bis zu den Stubaier und Zillertaler Alpen. Kein Schwindelgefühl, keine Schlüsselstelle. Nur Schritte, Atem und Panorama. Wer mehr will, steigt zum Astjoch auf 2.194 Meter. Wer weniger will, setzt sich vor eine der fünf bewirtschafteten Almhütten – Oberhauserhütte, Naturhotel Runa, Rastnerhütte, Starkenfeldhütte, Kreuzwiesenalm – bestellt eine Heusuppe und schaut zu, wie die Lärchen das Tageslicht sortieren.






