Budapest hat Thermalbäder, Jugendstil und die Donau. Und tief unter den Hügeln der Stadt liegt ein ausgedehntes Höhlensystem, das sich bis heute geologisch verändert. Budapest ist dabei kein Einzelfall in Ungarn, insgesamt zählt das Land über 4.000 registrierte Höhlen. Im Sommer sind sie das kühlste Reiseziel des Landes.
Unter den Hügeln von Buda, dem älteren, westlichen Teil der Stadt jenseits der Donau, löst Wasser seit Millionen Jahren Kalk aus dem Gestein. Die Hohlräume wachsen noch immer, weil das Wasser seine Arbeit nicht einstellt. Budapest baut sich nach unten weiter, während oben Straßenbahnen fahren und Touristen die Kettenbrücke fotografieren.
Hilf uns! Lass uns deine bevorzugte Quelle werden.
Google ist dann so nett und zeigt dir unsere Reportagen und Reise-News danach häufiger oben in den Schlagzeilen. Wir wollen doch, dass du immer die wichtigsten Travel-Ideen bekommst!
Du legst uns als Quelle fest. Und wir dich in unserem Herzen. ♥Was liegt unter Budapest?
Die Molnár-János-Höhle, direkt am Donauufer gelegen, gehört zu den aktivsten geologischen Systemen unter der Stadt. Höhlentaucher kennen das kristallklare Thermalwasser seit Langem, obwohl der Ort für die meisten Besucher der Stadt bleibt unsichtbar bleibt.
Dabei hat Budapest gleich mehrere Höhlen, die einen Besuch rechtfertigen. Die Pálvölgyi-Höhle im zweiten Bezirk gilt als längstes Höhlensystem Ungarns. Enge Gänge öffnen sich in große Hallen, Kalzitkristalle glitzern im Scheinwerferlicht der Führungen. Die Szemlőhegyi-Höhle liegt nur wenige Gehminuten entfernt und ist zugänglicher, auch mit Kinderwagen und Rollstuhl erreichbar. Ihre weißen Mineralformationen erinnern an Blumenkohl, weshalb sie gelegentlich als unterirdischer Blumengarten Budapests bezeichnet wird.

Wer sich für Stadtgeschichte interessiert, findet in der Burg-Höhle unter dem Burgviertel mehrere Epochen auf einmal: natürliche Kalksteinhöhlen, mittelalterliche Keller, Luftschutzanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg und historische Gefängnisanlagen. Das rund 3,3 Kilometer lange System liegt direkt unter einem der meistbesuchten Stadtteile Budapests.
Baradla-Höhle: Unesco-Welterbe im Aggteleker Karst
Vor mehr als 200 Millionen Jahren war hier Meer. Das Wasser zog sich zurück, das Gestein blieb. Regen und Grundwasser höhlten es seitdem aus, sodass ein rund 25 Kilometer lange Hauptgang entstand. Die Baradla-Höhle im Aggteleker Karst, einem von der Unesco geschützten Karstgebiet nahe der slowakischen Grenze, ist das Ergebnis. Die Fossilien urzeitlicher Meerestiere stecken noch immer in den Wänden. Ein verzweigtes unterirdisches Wassersystem gestaltet die Höhle weiter, bis heute. Neben klassischen Führungen finden hier regelmäßig Konzerte und geführte Meditationen statt. Die Akustik macht beides möglich.




